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Kegeln

Bericht ÖM Einzel & Sprint 2016

Und wieder zog es uns in die Stadt des Lindwurms, diesmal zur ÖM‐Kegeln im Einzel und Sprint, die vom 3.‐4. September 2016 im KSKV‐Leistungszentrum Klagenfurt‐Ost abgehalten wurde.
Wir reisten schon einen Tag zuvor an, um am Wettkampftag frisch und ausgeruht zu sein.

Immerhin beträgt die Entfernung mehr als 300 km. Wie klug dies war, sollte sich schon am ersten Tag beim Einzel erweisen. Wir räumten groß ab, davon aber später.
Am Samstag trafen die meisten Teilnehmer schon gegen 11 Uhr am Spielort ein. Nach kurzer
Vorbereitung hielt dann Kegel‐TD Peter Friedberger im Beisein von Robert Pucher vom GKSV
Kärnten und dem  hörenden Schiedsrichter die Eröffnungsansprache.
Von unserem Verein meldeten sich Josef Schiel, Walter Vala und Manfred Weidner. Alle für
die Seniorenklasse.
Unser Sepp begann zuerst. Den ersten Satz konnte er noch gut beginnen, dann aber kamen
die Schwierigkeiten. In jedem weiteren Satz rutschte er ein Stück nach unten und hielt
schließlich bei 479. Kein berauschendes Ergebnis und er war etwas enttäuscht davon. Aber
so ging es auch vielen anderen. 500er waren sehr dünn gesät. Selbst starke Spieler wie etwa
Brandstätter, Rampre‐Fink, Schmidjörg, blieben unter der 500er‐Grenze.
Im Senioren‐Einzel führte zunächst Christian Unterasinger (Salzburger GTSV) mit 487 Kegel.
Gleichzeitig mit den Senioren startete auch die einzige Dame des Feldes, Josefine
Waldhauser vom GKSV Kärnten. Sie erreichte immerhin 470 Holz.
Zum Auftakt der Allgemeinen Klasse, wo auch einem junger Löwen dabei war ‐ Dennis
Oberroithmair, der für den GSZ Graz in der Jugendklasse startete ‐ lieferten sich sein Vater,
Markus Oberroithmair und Alois Standhartinger (beide LGKSV) ein Gefecht der Spitzenklasse.
Markus war nie ganz stark, schwebte immer im unteren Durchschnitt herum. Diesmal zeigte
er aber sein wahres Können. Er holte schnell einen großen Vorsprung heraus, dass viele
andere weit hinter ihn zurück fielen. Auch Alois. Der holte aber auf und hatte es im Finish in
der Hand, die Führung zu übernehmen. Letztendlich behielt Markus mit nur einem Holz (!)
die Oberhand und führte damit in der AK‐Wertung.
Später stellte es sich heraus, dass sich Alois für die Seniorenklasse meldete – er ist ja schon
weit über 50 – und irrtümlich für die Allgemeine Klasse eingeteilt wurde. So nahm man ihn
wieder raus und setzte ihn in die Seniorenklasse, wo er dann natürlich führte.
Nun war die zweite Gruppe der Senioren am Start. Mit dabei Walter Vala und Manfred Weidner.
Walter begann etwas schwach, hatte im ersten Satz nur 116. Manfred dagegen konnte sich
gut halten, machte kaum Fehler und schloss als Bester des Durchgangs mit 128 ab.
Walter aber ärgerte sein schlechtes Abschneiden am Anfang. Er konzentrierte sich besser
und schaffte es, im zweiten Satz Manfred bis auf 6 Kegel nahe zu kommen. Bicking, Rieser,
Brandstätter und Waltl waren aber auch nicht von gestern. Zeitweise schoben sie sich an
unsere beiden wackeren Senioren heran, überholten sie sogar ein wenig, fielen dann aber
wieder zurück. Brandstätter musste letztendlich wegen einer akut gewordenen Verletzung
aufgeben.
Im Finish wirkte Walter entfesselt. Wurf um Wurf holte er auf Manfred auf, der sich
inzwischen von den anderen absetzte und den Sieg praktisch in der Tasche hatte. Im letzten
Wurf hatte es Walter aber in der Hand, sich selber zum ersten Mal zum Seniorenmeister zu
küren. Alle neun Kegel standen bereit, warteten, von ihm umgelegt zu werden. Bei 8 Kegel
hätte er sofort gewonnen, da er bei Gleichstand um einen Kegel mehr im Abräumen besser
wäre. Es wurden leider nur 7 Kegel, die er wegpustete. So wurde er „nur“ Vizemeister, freute
sich aber sehr darüber. Für ihn war es wie ein Sieg.
Manfred schaffte mit seinem neuerlichen Titel des Seniorenmeisters das Double nach Linz
2015. Wieder Gold und Silber für den WGSC 1901!
Der letzte Durchgang war von einem packenden Kampf um Gold in der Allgemeinen Klasse
geprägt.
Das Rennen machte schließlich der Linzer Bogdan Preda, der überlegen vor seinem
Vereinskollegen Oberroithmair gewann. Dritter wurde Georg Friedberger, der Sohn unseres
TD, Peter Friedberger. Dieser konnte aufgrund einer Verletzung, die ihn ein halbes Jahr
außer Gefecht setzt, nicht starten.
Bei der Siegerehrung, die unmittelbar nach dem letzten Spiel vorgenommen wurde, standen
wieder einmal zwei WGSC‐Mitglieder auf dem obersten Podest. Die Seniorenklasse ging
daher fast vollständig an den WGSC 1901! Der Salzburger Gerhard Waltl wurde Dritter.
Der Linzer Bogdan Preda war heilfroh, dass Peter Friedberger oder Titelverteidiger Stefan
Kermautz verletzungsbedingt nicht starten konnten. So durchbrach er erstmals nach Jahren
die Phalanx der Grazer, die auf Titeln anscheinend ein Abo haben. Für die Linzer wars
ebenfalls wie für uns ein Doppelsieg. Nur ein Grazer „verirrte“ sich aufs Stockerl, Georg
Friedberger schaffte gerade noch den 3. Platz in der AK. Die Jugend‐ und Seniorenklasse war
jeweils nur mit einem Spieler(in) besetzt. Eigentlich schade, dass für sie keine Konkurrenz
vorhanden war, mit der sie ihre Kräfte messen könnten.
Nach der Siegerehrung gab es eine Besprechung der Kegel‐Sektionsleiter und dem ÖGSV‐
Vorstand mit TD Friedberger und Kassier Koch.
Hier die wichtigsten Punkte:
1. ÖM‐Mannschaft/CUP findet im Mai 2017 in Klagenfurt statt. Kegelbahn voraussichtlich
wieder KSV‐Leistungszentrum, Klagenfurt‐Ost.
ÖM‐Einzel/Sprint übernimmt im September 2017 der WGSC 1901
ÖM‐ Mannschaft/CUP und ÖM‐Einzel/Sprint 2018 in Ritzing (Bgld.)
2. Ausländerregelung:
Wenn sich ein gehörloser ausländischer Spieler, der zwar bei einem österreichischen
Gehörlosensportverein Mitglied ist und auch seit längerem hier lebt, aber nicht die
österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, zu einer Teilnahme bei der ÖM‐Einzel meldet, darf
er zwar mitmachen, aber keinen Platz unter den ersten Drei beanspruchen! Wird er z.B.
Zweiter, wird er automatisch auf den 4. Rang geschoben. Jeder Platz unter den ersten Drei
eines Ausländers – Rang 4! Die darunter liegenden österreichischen Spieler rücken in diesem
Fall um einen Platz hinauf. Alle anderen Ränge ab dem 4. Platz bleiben für einen Ausländer
unberührt. So kann er 4. werden, oder nur 10., 15. und behält diesen Rang. Eine Medaille ist
aber ausgeschlossen.
Ausländische Spieler dürften auch nicht am Sprint teilnehmen.
Die Regelung bei Mannschafts‐ oder Cupbewerben bleibt gleich: Pro 4er Mannschaft ist ein
Ausländer zugelassen, pro 6er Mannschaft zwei Ausländer erlaubt.
3. Die nächste Championsleague findet 2017 auf der neu adaptierten Plattenbahn des ASV‐Zentrums in Salzburg statt.
4. Es kommt vielleicht ein Tandembewerb (Spielerpaar) und ein Kombinationsbewerb.
Genauere Infos erhalten die Vereine zeitgerecht, sobald diese Bewerbe vom ÖGSV abgesegnet wurden.
Regelung Kombinationsbewerb:
Jeder Spieler, der am Kombinatonsbewerb teilnimmt, muss auch am vorangegangenen
Mannschafts‐ und Einzelbewerb teilgenommen haben. Dazu als 3. Bewerb die Kombination
(120 Wurf), wobei die erzielten Kegel aus Mannschaft‐ und Einzel dazugerechnet werden.
Der Tandembewerb ist ein eigener Bewerb und zählt nicht zur Kombination. Er wird einen
Tag vor dem Kombinationsbewerb durchgeführt (Samstag) Am nächsten Tag darauf, dem
Sonntag folgt dann der Kombinationsbewerb.
5. Die ÖM wird demnächst vielleicht auch in allen Bundesländern durchgeführt. Also auch in
Vorarlberg, Tirol, Niederösterreich, Burgenland, wo es keine Gehörlosen‐Kegelvereine gibt.
Allerdings frühestens ab 2019.
Am nächsten Tag, dem Sonntag, folgte dann der Sprint.
Vorweg gesagt, ein Sprint ist nicht der Gradmesser der Stärke eines Spielers, sondern hängt
stark von der Tages‐ und Gemütsverfassung eine jeden Einzelnen ab. So siegen oft
Schwächere, denen man vorher nicht mal den Hauch einer Chance einrechnete.
Nach der Eröffnungsansprache TD Friedbergers kurz vor 9 Uhr begann gleich die erste
Runde. Unser Josef Schiel hatte wieder kein Glück und flog raus. Ebenso Walter Vala und
Manfred Weidner, der zwar ein Freilos hatte, aber gegen den Salzburger Unterasinger in der
2. Runde unterging.
Die Salzburger waren übrigens eine Klasse für sich!
Mit 5 Mann angetreten, landeten 4 Spieler davon im Halbfinale.
Es siegte nach packendem Kampf Kurt Rieser, der Christian Unterasinger erst nach einem
Sudden Victory (Entscheidungswurf) niederringen konnte. Den dritten Platz holte sich Franz
Enzinger, der gegen Walter Brandstätter über sich hinauswuchs. Gegen 13 Uhr war der
Sprint abgeschlossen.
Nach der Siegerehrung gings dann für alle dem wohlverdienten Rest des Sonntags nach
Hause ihren Familien entgegen.

Ergebnisse – Einzel:

Ergebnisse-Sprint:

Foto:

Bericht: Manfred Weidner

 

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