Vorschau

31.12.2017
Silvesterparty in Wien

18.-21.01.2018
54.ÖSTM SKI ALPIN in Brenner am Steinach

03.02.2018
13.ÖM Snowboard in Lachtal

10.03.2018
ÖSTM Tischtennis in Lissfeld

17.-18.03.2018
ÖSTM/ÖM Volleyball in Villach

07.-08.04.2018
ÖSTM Orientierungslauf in Eisenstadt

14.-15.04.2018
ÖSTM Bowling in Klagenfurt

21.04. oder 28.04.2018
ÖSTM/ÖM Mountainbike

12.-13.05.2018
ÖM Kegeln MS und CUP in BGLD

23.06.2018
ÖSTM Beachvolleyball in Wien
13.ÖM Stocksport in Wien

24.06.2018
ÖM Badminton MS in Wien

07.07.2018
ÖM Berglauf in Salzburg

08.09.2018
ÖSTM Leichtathletik

08.-09.09.2018
ÖM Kegeln Einzel u. Sprint Ort ??

23.09.2018
Tag des Sports in Wien

06.-07.10.2018
ÖSTM Bowling Trio, Master in Wr.Neustadt

24.11.2018
Sportlergala

Sponsoren

Besucherzahl

Maurer †

Wiener Gehörlosen Sportclub 1901 & Kulturverein
Ehrenmitglieder EMMERICH MAURER †

IMG_35501

In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser Ehrenmitglied
Emmerich Maurer am Montag, den 21.Jänner 2013,
im 85. Lebensjahr von uns gegangen ist.
Die Urnenbeisetzung fand am 2. April 2013
auf dem Friedhof St. Ruprecht in Bruck an der Mur statt.

LEBENSLAUF

 Emmerich Maurer war seit November 1953 ein treues Mitglied des Wiener Gehörlosen Sportclubs & Kulturvereins.

Emmerich Maurer wurde, als Sohn eines Kohlenhändlers, am 29. Dezember 1928

in Bruck an der Mur geboren. Nur sechs Monate danach verlor Emmerich noch als Baby, auf Grund einer Krankheit, seinen Sinn zu Hören.

Als Junge besuchte Emmerich, der seit frühester Kindheit auch Bimbo genannt, die Gehörlosenschule in Graz und machte im Anschluss eine Ausbildung zum Keramiker in Mürzzuschlag. Nach Beendigung seiner Lehre bekam Emmerich eine Anstellung in einer Kapfenberger  Firma.

1953 besuchte Emmerich ein Sommerfest des Gehörlosenvereins, der ihm einen zweiten Frühling bringen wollte. Während des Festes lernte Emmerich seine große Liebe Rautgundis  kennen. Sie tauschten Adressen aus und Rautgundis musste ganze zwei Wochen auf den ersten Brief ihres Liebsten warten. Zu einem Wiedersehen kam es in Wien. Drei Jahre später besiegelten sie ihre Liebe und heiraten im Jahr 1956 in der Votivkirche in Wien.

Das junge Ehepaar ist in Wien geblieben. Emmerich arbeitete viele Jahre in der Kunstkeramikabteilung der Firma Wienerberger, dann konnte er sich endlich seinen Traum erfüllen und wechselte zur Augarten Porzellan Manufaktur. Nicht nur beruflich konnte sich die junge Familie weiterentwickeln, sondern auch privat: Als glückliche Eltern brachte Rautgundis  zwei gesunde Kinder auf die Welt und zogen sie in Wien groß. Beide besuchten höhere Schulen und schlossen mit Erfolg ein Studium ab. Auch alle Enkelkinder besuchen mittlerweile eine Universität, die Jüngste besucht noch ein Gymnasium. Dass sich seine Kinder und Enkelkinder mit so einem Erfolg ausbilden und ausgebildet haben, war sein ganzer  Stolz.

Emmerich war nicht nur in seiner Familie beliebt, sondern auch in der Gemeinschaft der Gehörlosen. Dort galt er als ausgesprochener Komiker und sehr sportlicher Mensch. Emmerich konnte in vielen Sportarten brillieren, vor allem bei den Schützen und Tischtennisspielern. Beim Schießen konnte er viele Preise gewinnen.

Nicht nur seine Familie, der Sport und sein Freundeskreis waren wichtige Stützpfeifer seines Lebens sondern auch das Reisen. Mit seiner Frau unternahm Emmerich drei Weltreisen und zwei Kreuzfahrten. Als seine Lieblingsorte galten die Karibik und Brasilien. Er hatte es sich ermöglichen können, die Welt zu sehen und zu genießen.

Vor 13 Jahren kam es dann zu einem folgeschweren Schicksalsschlag. Emmerich erlitt einen Schlaganfall und war von da an halbseitig gelähmt. Seine Frau Rautgundis kümmerte sich liebevoll und ihren Ehemann, der seine Lebensfreunde und sein Lächeln trotz der letzten schweren Jahre nicht verloren hat.

In den letzten Jahren wurde ihr, auf Grund des fortschreitenden Alters, die Arbeit zu schwer und eine 24-Stunden Pflegerin zog bei ihnen ein, um Rautgundis  entlasten und Emmerich besser pflegen zu können.

Trotzdem hat seine Frau nie aufgehört sich mit dem ganzen  Einsatz ihrer Liebe um ihn zu kümmern. Bis zu seinem Ableben 2013 blieb sie an seiner Seite.

Emmerich wird immer als Vorbild für große Lebensfreude in unseren Herzen bleiben.

 
Wir danken ihm für seine jahrelange Treue und Unterstützung!
Emmerich, wir werden dich nie vergessen!

 Nachträgliches Schreiben von  WGSC 1901 – Sportgeschichte

Unser Sportkamerad Emmerich Maurer, Mitglied des WGSC 1901 seit 1953
und seit 1994 Ehrenmitglied auf Lebenszeit.

 Emmerich trat 1953 dem WGSC 1901 bei. Er nahm an Skirennen und Tischtennisspielen teil. Da er das Talent zum Schießen hatte, trat er bald zum Schützenverein über.

In der Sektion Schießen  war er als Schütze aktiv. Er nahm oft an gehörlosen und hörenden Meisterschaftsspielen und Turnieren im In- und Ausland teil und erzielte so manch schönen persönlichen Erfolg und  konnte viele Medaillen für Österreich erringen. Er war NÖ Landesmeister 1961 ( bei Hörenden ) und 7mal Österreichischer  Gehörlosen Staatsmeister und erhielt auch einen Wanderpokalpreis.12 große Pokale zieren ein Regal bei ihm zuhause.

1963 – Beim WGSC 1901 war Emmerich Maurer als Schieß-Sektionsleiter

Emmerich Maurer war 1957 ÖGSV-Teilnehmer bei den  Sommer-Deaflympics in Milan (Italien), 1961 Helsinki (Finnland),1969 Belgrad (Serbien ) und 1967 Europameisterschaft in Pilzen (CZE)

Emmerich Maurer war Vize-Kassier des ÖGSV im Jahr 1977 bis 1983

 Es tat ihm sehr leid, dass  der im WITAF in der Kleine Pfarrgasse 33 im 2. Bezirk untergebrachte Schützenverein wegen Nachwuchsmangel im Jahr 1984 aufgelöst werden musste.

1994 ernannte ihn der WGSC 1901 in Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeiten um   den Verein zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit.

1999 wurde Emmerich Maurer vom ÖGSV zum Ehrenmitglied ernannt.

 Dennoch blieb er dem WGSC 1901 treu und zeigte bis ins hohe Alter noch reges Interesse für den Sportbetrieb.

Bericht: Karl Boskovitz

Juni 2013