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Kultur

Ein stimmungsvoller Vereinsausflug des WGSC 1901 & Kulturverein
mit dem Vienna Heurigen Express am 7. September 2019

Nach aufwendiger Organisationsvorbereitung für einen Vereinsausflug mit dem Vienna Heurigen Express, bestehend aus stilisierter Dampflok und angehängten Personenwagen, allerdings nicht schienengebunden, konnte ein schöner Nachmittag verbracht werden.

Am Samstag, den 7. September 2019, an einem regnerischen Tag, trafen sich 57 Teilnehmer gegen 13.30 Uhr bei der Endstation Nussdorf der Straßenbahnlinie D in der Zahnradbahnstraße im 19. Bezirk und um 14 Uhr machten wir eine Rundfahrt mit dem Vienna Heurigen Express nach Nussdorf – Grinzing – Kahlenberg.

Ausblick und Erlebnis
Eine alte Tradition lebt wieder auf. Während in der guten alten Zeit eine Zahnradbahn die Wiener und Wienbesucher in die Weinberge brachte, so ist es jetzt der „Vienna Heurigen Express“, der unabhängig von Schienen, die Fahrgäste in das größte und schönste in eine Stadt integrierte Weinbaugebiet bringt.
Bequem im Sitzen und gleichzeitig an der frischen Luft erlebten wir eine amüsante Führung durch ein Stück Wien: der romantische Wienerwald, malerische Weinbauorte, elegante Villen prominenter Leute und uralte Weinbauernhäuser.
Wir machten auf dem Kahlenberg eine Stunde Pause, spazierten mit Ausblick auf die Stadt. Anschließend fuhren wir wieder mit dem Zug nach Nussdorf zum Heurigen Schüberl-Auer. Beim Heurigen wurden wir bereits erwartet, konnten daher als Gruppe beisammen bleiben. (Essen nach Wahl und diverse Getränke) Es verging die Zeit bei einem gemütlichen Beisammensein mit fröhlicher Unterhaltung wie im Fluge.
Obwohl es eine große Teilnehmeranzahl gab, war die Stimmung sehr gut und hervorragend, alle waren diszipliniert und sehr bemüht, trotz Regen hatten alle Spaß.
Der schöne Nachmittag ging zu Ende.

Geschichte – Kahlenbergbahn:
Zahnradbahn (19.Bezirk). In Erwartung der Wiener Weltausstellung von 1873 wurde 1873/1874 eine Zahnradbahn (die erste Österreichs) von Nussdorf über Grinzing und das Krapfenwaldl auf den Kahlenberg gebaut und – mit Verspätung – am 7. März 1874 eröffnet. Basis war das „System Rigi“ (Vorbild war die 1871 eröffnete Schweizer Zahnradbahn auf den Rigi) beziehungsweise „System Riggenbach“ (nach dem Schweizer Ingenieur Niklas Riggenbach). Nach Übernahme des Hotels auf dem Kahlenberg und der Drahtseilbahn im Jahre 1876 durch die Kahlenberg Eisenbahn-Gesellschaft, die sich bis dahin im Besitz des Konkurrenten Österreichische Bergbahn-Gesellschaft befanden, wurde die Strecke bis zum höchsten Punkt des Kahlenberges um circa 550 Meter verlängert. Aus dem Baumaterial der Bergstation der Drahtseilbahn errichtete man hier 1887 die Stephaniewarte. Die Zahnradbahn, nach Plänen Carl Maaders errichtet, hatte bei einer Länge von 5,5 km eine Steigung von 314 Meter fahrplanmäßig in einer halben Stunde zu überwinden. Die Höchstgeschwindigkeit betrug etwa 12 km/h. Die höchste Fahrgastzahl mit über 260.000 Personen erzielte man im Jahr 1887, die niedrigste mit knapp 70.000 Personen 1919. Ab 1912 bestanden Pläne die Zahnradbahn auf elektrischen Betrieb umzubauen. Die Verwirklichung dieses Projekts wurde durch den Ersten Weltkrieg verhindert. Weltkrieg verhindert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine Übernahme der veralteten und dampfbetriebenen Bahn durch die Gemeinde Wien und ihre Eingliederung in das städtische Straßenbahnnetz erwogen (ähnlich der Pöstlingbergbahn in Linz), der Plan jedoch nicht verwirklicht. Der Bahnbetrieb wurde 1922 eingestellt und die Strecke im wesentlicher bis 1925 abgetragen. Die Station Krapfenwaldl und die Bergstation am Kahlenberg bestanden jedoch bis nach 1945.

Foto:

Bericht: Karl Boskovitz

   

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