Vorschau

31.12.2017
Silvesterparty in Wien

18.-21.01.2018
54.ÖSTM SKI ALPIN in Brenner am Steinach

03.02.2018
13.ÖM Snowboard in Lachtal

10.03.2018
ÖSTM Tischtennis in Lissfeld

17.-18.03.2018
ÖSTM/ÖM Volleyball in Villach

07.-08.04.2018
ÖSTM Orientierungslauf in Eisenstadt

14.-15.04.2018
ÖSTM Bowling in Klagenfurt

21.04. oder 28.04.2018
ÖSTM/ÖM Mountainbike

12.-13.05.2018
ÖM Kegeln MS und CUP in BGLD

23.06.2018
ÖSTM Beachvolleyball in Wien
13.ÖM Stocksport in Wien

24.06.2018
ÖM Badminton MS in Wien

07.07.2018
ÖM Berglauf in Salzburg

08.09.2018
ÖSTM Leichtathletik

08.-09.09.2018
ÖM Kegeln Einzel u. Sprint Ort ??

23.09.2018
Tag des Sports in Wien

06.-07.10.2018
ÖSTM Bowling Trio, Master in Wr.Neustadt

24.11.2018
Sportlergala

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Gubi †

Wiener Gehörlosen Sportclub 1901 & Kulturverein

 Ehrenmitglied Hermine GUBI †

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In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser Ehrenmitglied
Hermine Gubi, am Sonntag, 5. September 2010,
                                                       im 99. Lebensjahr von uns gegangen ist.                                                         
Die feierliche Verabschiedung fand am Freitag, 17. September 2010
auf dem Friedhof Wien – Hernals statt. 

NACHRUF – Vereinsgeschichte: 

Unsere Sportkameradin Hermine Gubi, Mitglied des WGSC 1901 seit Jänner 1935
und seit 1971 Ehremitglied auf Lebenszeit.

Hermine Gubi wurde als Tochter eines Offiziers am 30. Okt. 1911 in Wien geboren. Als Folge einer Gehirnhautentzündung verlor sie, erst mit 2 Jahre alt, ihr Gehör. Der zweite Schicksalsschlag traf sie, indem sie ihren Vater im 1. Weltkrieg verlor.

Der Schulbesuch begann für sie 1917 in der Zweigstelle der K. u. K. Bundes-Taubstummenschule in Wien 9., Canisiusgasse. Nach Kriegsende wurde diese Schule in den 19. Bez., Hofzeile verlegt, wo sie aber nur ein Jahr blieb. Wegen der großen Entfernung zum Wohnsitz kam sie dann endgültig in das Bundes-Taubstummeninstitut in Wien – Speising, wo sie bis 1924, dem Ende der Schulpflicht verblieb. Diese Taubstummenschule wurde in Anwesendheit von Kaiser Franz Josef II im Jahre 1913 eröffnet.

Anschließend besuchte sie die damalige Fortbildungsschule für Schneiderei im 5. Bezirk, arbeitete danach als Zuschneiderin in der Firma ihres Bruders Leopold.

Schon in den  jungen Jahren kam sie mit dem Sport in Kontakt und trat 1935 dem     WGSC 1901 als Mitglied bei. Sie war Schwimmwart ( 1935 – 1936 ), dann Schießwart ( 1937 )und dann noch bei den Damen als Skibetreuerin ( 1937 ).

Unter der ÖGSV-Präsident Heinz Prochazka betreute Frau Gubi unsere Damenschwimmerinnen bei den Wettkämpfen in London 1935 und Brüssel 1953.                           

Seit der Gründung der Sektion Tischtennis im Jahre 1946 in Wien 5., Arbeitergasse 26 war Frau Gubi unter dem damaligen Gründer und Sektionsleiter Willy Mikulasek, aktiv dabei. Spielte für den WGSC 1901 bei diversen Damen Tischtennis-Meisterschaften sowohl gegen Gehörlose, als auch gegen Hörende sehr aktiv mit.

1946 bis 1979 – Tischtennis-Sektionsleiterstellvertreter
1964 und 1971 – Revisor  
1973 bis 1981 – Sachwart war sie auch im Vorstand des WGSC 1901 tätig.

Über Beschluss der Vereinsleitung wurde ihr aufgrund ihrer langjährigen verdienstvollen Tätigkeit 1971 die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

 Aber die höchste Auszeichnung für ihr Wirken war 1988 mit der Überreichung des “Silbernen Verdienstzeichens des Landes Wien” durch den Sportstadtrat Dr. Michael Häupl, der heute Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien ist, zuteil.

6. November 1993 wurde Hermine Gubi vom ÖGSV – Präsident Franz Neuweg zur Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt.

Sie war mittlerweile seit 75 Jahren dem WGSC 1901 treu und stand dem Vorstand mit Rat und Unterstützung zur Seite. Sie hat sich in vielen Sportarten verdient gemacht, wie im Schwimmen, Schießen, Schisport und zuletzt auch im Tischtennis.

Hermine Gubi  war bis ins hohe Alter unermüdlich in Sachen Gehörlosensport unterwegs, besuchte gerne Sport- und Geselligkeitsveranstaltungen und ließ es sich nicht nehmen, stets mit hilfreichem Rat aus der Summe ihrer Erfahrungen allen zur Seite zu stehen.

Wir danken an dieser Stelle Frau Hermine Gubi für ihre  unermüdliche Opferbereitschaft, ihren  persönlichen Einsatz sowohl als Sportlerin als auch Funktionärin und werden ihr stets in ehrender und dankbarer Erinnerung behalten.

Wir danken dir  für deine jahrelange Treue!
Hermine, wir werden dich nie vergessen!
Bericht: Karl Boskovitz
im Juli 2013